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Jeder Meister, der vorhat sich selbstständig zu machen, sollte wissen, dass man einen bestimmten Betrag an die länderspezifische Kammer zu entrichten hat, falls man sich dazu entschließt, nicht auszubilden. Die Frage ist jedoch, lohnt sich ein Auszubildender vielleicht doch mehr für mein Unternehmen?

 

Ausbilden als wirtschaftliches Ziel

Mit einem Auszubildenden sind natürlich auch Kosten verbunden und ein Aufwand ihn gerecht auszubilden. Doch die Ziele der Wirtschaft sind nicht nur darauf bezogen die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen, sondern auch den Fachkräftenachwuchs zu sichern und den Bedarf von morgen bereits heute auszubilden. Es ist also auch im Sinne der Wirtschaft und nicht nur für das Unternehmen von Vorteil.

 

Rechnet sich ein Auszubildender für mich?

Aber natürlich spricht für einen Auszubildenden auch, dass den Kosten der Berufsausbildung  ansehnliche Erträge gegenüberstehen und mit der Ausbildung ein Nutzen für das Unternehmen verbunden ist, der gerade in kleineren Betrieben schnell auffällt.

Betriebe stehen anhaltend unter Kosten- und Leistungsdruck und alle Investitionen müssen auch Erfolge nachweisen können und sich mittelfristig rechnen. Der zu entrichtende Betrag an die Kammer kann in jedem Bundesland Deutschlands unterschiedlich sein, kommt jedoch einem Azubi Gehalt gleich.

 

Weiterhin gibt es einige Ansätze, die zur Kostensenkung überdacht werden können:

  • Großteil der Ausbildung kann im Betrieb stattfinden, um die Berufsfähigkeit zu verbessern
  • Der Ablauf im Betrieb muss optimiert sein, um reibungsloses Arbeiten gewähren zu können, das ebenfalls Zeit und somit Geld spart
  • Beträge für Eintragungs-, Betreuungs- und Prüfungsgebühren bei der zuständigen Kammer überprüfen, vielleicht kann auch hier eingespart werden
  • Die Berufsschule kann, nach Absprache, durch betriebsfreundlicher Unterrichtsorganisation etwas beitragen und somit auch zum Sparen verhelfen

 

Welche Kosten verursacht ein Auszubildender?

Weitere Kosten, die man für einen Auszubildenden einrechnen muss, sind Personalkosten mit den zugehörigen Sozialleistungen/-versicherungen, sowie Sach- und Anlagekosten, die beispielsweise durch Arbeitsplatzausstattung und Lernmaterialien entstehen. Hier kann man nicht viel einsparen, jedoch wie bereits genannt ist der zu entrichtende Betrag an die Kammer den Kosten fast gleichgestellt.

 

Vorteile für mein Unternhemen

Den entstehenden Kosten und den möglichen Bedenken der Unternehmer stehen allerdings viele schlagkräftige Vorteile gegenüber, die für die Ausbildung von Nachwuchskräften sprechen:

  • Man zeigt gesellschaftspolitische Verantwortung und steigert sein Image
  • Es sind geschätzt 7.700 €, die ein Auszubildender pro Jahr für ein Unternehmen durch produktive Arbeit mit einbringen kann
  • Man bildet auch für den eigenen Bedarf aus und hat nach der abgeschlossenen Ausbildung sofort einsatzfähige und vor allem qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung
  • Man spart an Neueistellungen, da man sich die Fachkräfte nicht kostenaufwändig am Arbeitsmarkt suchen muss und günstigere Aufwendungen bei Stellenanzeigen, Auswahlverfahren und Einstellungsgespräche hat
  • Stellt man einen Mitarbeiter neu ein, so wird dieser meist mit überbetrieblichem Gehalt angeworben, was im Gegensatz zu einem Auszubildenden ebenfalls mehr Kosten bedeutet
  • Kann der Azubi übernommen werden, spart man auch an der Einarbeitungszeit, da dieser schon mit dem Betrieb und den Abläufen bestens vertraut ist und eine Neueinstellung auch hier mehr Aufwand bedeuten würde
  • Ebenso kann man den angehenden Mitarbeiter während der Ausbildungsdauer gut kennenlernen und auch gegenseitiges Vertrauen und Betriebszugehörigkeit aufbauen. Somit ist er auch hier einer Neueinstellung zu bevorzugen, da man dann noch berufliche Eignung, Motivation und persönliche Stärken / Schwächen herausfinden muss
  • Auch im Falle von Arbeitsausfällen, die krankheits- oder urlaubsbedingt sind, kann ein Auszubildender kurzfristig aushelfen und den Engpass überbrücken, ohne Aushilfskräfte einstellen zu müssen
  • Ein gut ausgebildetes Personal mit Know-How, das auf das eigene Unternehmen zugeschnitten ist, kann viel mehr Wert sein, als der Wettbewerbsfaktor

 

Fazit

In der Entscheidung, ob man ausbilden möchte oder nicht, kann nur der Unternehmer selbst die Vorteile und die Nachteile abwiegen. Jedoch sollte man den Nutzen nicht außer Acht lassen, den man unter Anderem nicht in Zahlen ausdrücken kann und daher auf den Ersten Blick die Kosten überwiegen könnten.