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Eine Weiterbildung zum Industriemeister ist für viele meist der nächste Schritt, um in der Karriereleiter zu steigen oder um sich selbstständig zu machen. Welche Gründe Sie auch immer haben, um diesen Schritt zu wählen, bedenken Sie auf jeden Fall, dass die Kosten Industriemeister hoch sind. Je nach Weiterbildungsschule, Ort und Art können die Kosten für eine Weiterbildung zum Industriemeister natürlich stark variieren. Hier erfahren Sie, mit welchen Kosten Sie zu rechnen haben – vor, während und natürlich auch nach der Weiterbildung.

Vorbereitung Industriemeister
Empfohlen wird vor der Prüfung einen Vorbereitungslehrgang zu belegen um auf den Lehrstoff, der in der Weiterbildung auf Sie zukommt, vorbereitet zu sein. Machen Sie sich bereits vor dem Lehrgang mit dem Lehrstoff und den Fächern vertraut. Wo liegen Ihre Schwächen und Stärken? Wie viel Zeit ist bereits seit Ihrer Ausbildung vergangen? Ist ein Vorbereitungskurs um Ihr Wissen aufzufrischen eventuell sinnvoll? Ein Vorbereitungskurs wird meist für Fächer angeboten. Daher können die Kosten hier sehr stark schwanken. Hier können Kosten bis zu 1.000 Euro auf Sie zukommen.

Mögliche Gebühren
Bei der Anmeldung und Zulassung zur Meisterprüfung wird meist eine Gebühr erhoben. Genauso wenn Sie einen Antrag auf Befreiung von den Zulassungsvoraussetzungen stellen oder sich von bestimmten Prüfungsteilen befreien möchten. Die Ausfertigung des Meisterbriefs kostet natürlich ebenfalls etwas sowie ein Duplikat davon. Entscheiden Sie sich doch während des Lehrgangs die Weiterbildung abzubrechen, müssen Sie damit rechnen, dass hier ebenfalls weitere Kosten anfallen. Welche Gebühren auf Sie genau zukommen und wann, sollten Sie genau bei Ihrer Weiterbildungsschule nachfragen. Auch diese Kosten können einige Hundert Euro verschlingen und sollten nicht unterschätzt werden.

Lehrgangskosten und Prüfungsgebühren
In der Weiterbildung selbst kommen Kosten Industriemeister für den Lehrgang auf Sie zu. Zudem können Kosten entstehen, die vorher nicht eingerechnet werden können, wie Kosten für angemietete Werkstätten, zusätzliches Lehrpersonal, Sachkosten oder zusätzliches Material. Nach Lehrgang kommen noch zusätzlich Gebühren für die theoretische und praktische Prüfung auf Sie zu. Hat es beim ersten Mal nicht geklappt, müssen Sie zum Wiederholen natürlich noch mal bezahlen. Denken Sie selbst daran später Auszubildende auszubilden, dann benötigen Sie auch noch eine Ausbilderausbildung, diese kostet natürlich extra. Die Lehrgangskosten können bis zu 5.000 Euro und mehr betragen. Wie viel genau Ihr Lehrgang kostet, erfahren Sie in Ihrer ausgesuchten Lehrgangsanstalt.

Zusätzlich zu Ihren Standart Prüfungsgebühren, mussen Sie in International agierenden Unternehmen damit rechnen das Sie sich auch in Englisch weiter Bildern müssen. Das funktioniert mit einer Sprachreisen England ganz gut.

Kosten für Material
In den Vorbereitungskursen und in der Weiterbildung kommen weitere Kosten auf Sie zu, wie Kosten für Material und Lehrbücher. Auch könnten Sie zusätzliches Material für eine Projektarbeit benötigen. Diese variieren natürlich, können aber bis zu 1.000 Euro betragen.

Spielen Sie mit dem Gedanken eine Weiterbildung zu machen, informieren Sie sich rechtzeitig über die Kosten, welche auf Sie zu kommen, mögliche Gebühren, die vor und nach der Prüfung extra anfallen und welche Summe einbehalten wird, sollten Sie doch die Weiterbildung abbrechen.

Wie finanzieren Sie Ihre Weiterbildung? Eventuell mit BAföG?

Auch hier muss bedacht werden, dass dies nicht immer ganz zinslos ist und nach der Weiterbildung zurückbezahlt werden muss. Diese Kosten kommen, dann extra, nach der Weiterbildung auf Sie zu. Auch ein möglicher Kredit muss zurückbezahlt werden, und meist nimmt dies auch einige Monate in Anspruch.

„Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“. Dieses Zitat ist allen geläufig. Es zeigt uns, das der Meister lernen muss, um qualifiziert zu sein und seinen Aufgaben nachkommen zu können. Der Meistertitel dokumentiert die Weiterbildung vom Gesellen oder Facharbeiter zum Meister. Denn der Meister muss ein wesentlich umfangreicheres Wissen haben als der Mitarbeiter. Er teilt die Arbeit ein, beaufsichtigt die Arbeiten, hat größere Kenntnisse von den Werkstoffen und darf Auszubildende im jeweiligen Beruf ausbilden. Für manche Gewerbe ist ein Meistertitel vorgeschrieben, um sich selbstständig zu machen, einen eigenen Betrieb zu gründen oder zu übernehmen.

Die Meisterausbildung findet an einer Meisterschule statt. Früher haben sehr viele die Meisterschule in Abendkursen besucht. Heute entschließen sich fast alle zukünftigen Meister für eine Vollzeitausbildung an einer Meisterschule. Viele Gewerbe haben eine eigene Meisterschule für ihr spezielles Fachgebiet. Die Weiterbildung in Vollzeit dauert zwischen neun Monaten und zwei Jahren, das ist je nach Beruf unterschiedlich. Mit dem Besuch der Abendschule benötigt man zwei- bis dreimal so lange. Die Meisterausbildung kostet Geld. Es muss Schulgeld gezahlt werden, die Arbeitsmittel müssen bezahlt werden und wenn die Schule nicht in der Nähe liegt muss auch die Unterbringung gezahlt werden. Es kommt einiges zusammen.

Hier hilft das Ausbildungsförderungsgesetz (AFBG) mit dem so genannten Meister Bafoeg. Während der Zeit des Schulbesuchs und längsten drei Monate darüber hinaus kann man dieses Meister Bafoeg erhalten. Es endet jedoch entweder 3 Monate nach dem Ende des Schulbesuchs oder mit der Abschlussprüfung. Das Ausbildungsförderungsgesetz in der jetzigen Fassung trat am 01.07.2009 in Kraft. Wer zu diesem Zeitpunkt oder später seine Weiterbildung begann, wird nach diesem Gesetz  gefördert. Bei diesem Meister Bafoeg wird jedem ein gewisser Grundbetrag , der nicht rückzahlbar ist, gewährt. Dieser Grundbetrag richtet sich nach dem Familienstand und anderen persönlichen Umständen. Der Rest wird als zinsgünstiges Darlehen gewährt. Auch das Prüfungsstück wird durch das Meister Bafoeg bezuschusst. Man erhält die Hälfte der Kosten, maximal 1.534,00 Euro als Zuschuss hierfür. Dadurch soll jedem, der eine Meisterausbildung anstrebt ermöglicht werden, diese auch durchzuführen. Außerdem bietet das Gesetz bei einer bestandenen Prüfung einen Erlass von 25% des Darlehens. Wer nach der Meisterausbildung einen Betrieb gründet oder übernimmt erhält für jeden sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer, den er einstellt, weitere 33% des Darlehens erlassen. Somit ist das Meister Bafoeg ein großer Anreiz für eine Meisterausbildung.

Vergeben wird das Meister Bafoeg von der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Der Antrag muss bei der zuständigen Kommune gestellt werden und vor Beginn der Meisterausbildung vorliegen. Rückwirkend gibt es keine Förderung. Die zuständigen Handwerkskammern können hier aber beraten und erteilen auch die gewünschten Auskünfte.

Das Meister Bofoeg ist eine große Hilfe für die Meisterausbildung und den Besuch der Meisterschule, denn ohne die finanzielle Last wird so viel mehr Menschen die Möglichkeit gegeben, sich weiterzubilden und zu qualifizieren. Letztendlich wird durch die geförderte Meisterausbildung die Anzahl der gut ausgebildeten Fachkräfte erhöht und vielen Menschen die Möglichkeit gegeben, sich um anspruchsvolle
Tätigkeiten zu bewerben.