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„Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“. Dieses Zitat ist allen geläufig. Es zeigt uns, das der Meister lernen muss, um qualifiziert zu sein und seinen Aufgaben nachkommen zu können. Der Meistertitel dokumentiert die Weiterbildung vom Gesellen oder Facharbeiter zum Meister. Denn der Meister muss ein wesentlich umfangreicheres Wissen haben als der Mitarbeiter. Er teilt die Arbeit ein, beaufsichtigt die Arbeiten, hat größere Kenntnisse von den Werkstoffen und darf Auszubildende im jeweiligen Beruf ausbilden. Für manche Gewerbe ist ein Meistertitel vorgeschrieben, um sich selbstständig zu machen, einen eigenen Betrieb zu gründen oder zu übernehmen.

Die Meisterausbildung findet an einer Meisterschule statt. Früher haben sehr viele die Meisterschule in Abendkursen besucht. Heute entschließen sich fast alle zukünftigen Meister für eine Vollzeitausbildung an einer Meisterschule. Viele Gewerbe haben eine eigene Meisterschule für ihr spezielles Fachgebiet. Die Weiterbildung in Vollzeit dauert zwischen neun Monaten und zwei Jahren, das ist je nach Beruf unterschiedlich. Mit dem Besuch der Abendschule benötigt man zwei- bis dreimal so lange. Die Meisterausbildung kostet Geld. Es muss Schulgeld gezahlt werden, die Arbeitsmittel müssen bezahlt werden und wenn die Schule nicht in der Nähe liegt muss auch die Unterbringung gezahlt werden. Es kommt einiges zusammen.

Hier hilft das Ausbildungsförderungsgesetz (AFBG) mit dem so genannten Meister Bafoeg. Während der Zeit des Schulbesuchs und längsten drei Monate darüber hinaus kann man dieses Meister Bafoeg erhalten. Es endet jedoch entweder 3 Monate nach dem Ende des Schulbesuchs oder mit der Abschlussprüfung. Das Ausbildungsförderungsgesetz in der jetzigen Fassung trat am 01.07.2009 in Kraft. Wer zu diesem Zeitpunkt oder später seine Weiterbildung begann, wird nach diesem Gesetz  gefördert. Bei diesem Meister Bafoeg wird jedem ein gewisser Grundbetrag , der nicht rückzahlbar ist, gewährt. Dieser Grundbetrag richtet sich nach dem Familienstand und anderen persönlichen Umständen. Der Rest wird als zinsgünstiges Darlehen gewährt. Auch das Prüfungsstück wird durch das Meister Bafoeg bezuschusst. Man erhält die Hälfte der Kosten, maximal 1.534,00 Euro als Zuschuss hierfür. Dadurch soll jedem, der eine Meisterausbildung anstrebt ermöglicht werden, diese auch durchzuführen. Außerdem bietet das Gesetz bei einer bestandenen Prüfung einen Erlass von 25% des Darlehens. Wer nach der Meisterausbildung einen Betrieb gründet oder übernimmt erhält für jeden sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer, den er einstellt, weitere 33% des Darlehens erlassen. Somit ist das Meister Bafoeg ein großer Anreiz für eine Meisterausbildung.

Vergeben wird das Meister Bafoeg von der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Der Antrag muss bei der zuständigen Kommune gestellt werden und vor Beginn der Meisterausbildung vorliegen. Rückwirkend gibt es keine Förderung. Die zuständigen Handwerkskammern können hier aber beraten und erteilen auch die gewünschten Auskünfte.

Das Meister Bofoeg ist eine große Hilfe für die Meisterausbildung und den Besuch der Meisterschule, denn ohne die finanzielle Last wird so viel mehr Menschen die Möglichkeit gegeben, sich weiterzubilden und zu qualifizieren. Letztendlich wird durch die geförderte Meisterausbildung die Anzahl der gut ausgebildeten Fachkräfte erhöht und vielen Menschen die Möglichkeit gegeben, sich um anspruchsvolle
Tätigkeiten zu bewerben.

1 Kommentar zu „Meister Bafoeg als Hilfe zur Weiterbildung“

  • Für viele ist dies sicherlich die einzige Möglichkeit, um sich weiterzubilden, was eigentlich sehr schade ist, da ja eigentlich jeder die Chance auf Bildung haben sollte. Leider scheitert es auch heute noch an der finanziellen Lage mancher.

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